Ein Blick zurück: Medienkompetenz spielt nicht nur in medienpädagogischen Debatten seit Jahrzehnten ein große Rolle, auch in der Medienwirtschaft und der Wirtschaftspolitik wurde und wird der Begriff zur Beschreibung von aktuellen und zukünftigen Qualifikationen herangezogen. So erklärte damals das BMBF in einer Pressemeldung vom 9.2.98.
„Medienkompetenz ist eine Schlüsselqualifikation der Zukunft und Bedingung für die Wettbewerbsfähigkeit mittelständischer Firmen in Industrie, Dienstleistung, Handel und Handwerk.“
Ein ausdifferenzierter Definitionsansatz für Medienkompetenz findet sich aus dieser Zeit von Heinz-Reiner Treichel:
„Bei der Ableitung des Qualifikationsbedarfs für Multimedia-Facharbeiter und Führungskräfte muß damit von Produkten und Produktionsbedingungen ausgegangen werden, die vorherrschen werden, wenn Multimedia nicht mehr Experiment und Prototyp, sondern Serienprodukt im prognostizierten Milliardenmarkt ist. Bei einer solchen Sicht rückt die Vermittlung von Softwaremodulen und Hardwarestrukturen als selbstverständliche Voraussetzung in den Hintergrund. Vermarktbare Medienkompetenz, die einen Wettbewerbsvorteil für ein Unternehmen ausmachen kann, wird sich in ganz anderen Bereichen abspielen …”



